Wasserstoffspeicher für die Energiewende: Ist Enapter oder Hexa

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    Wenn jetzt alle Hebel in Bewegung gesetzt werden müssen, um Deutschland und Europa unabhängiger von Energieimporten zu machen, dann führt kein Weg an massiven Investitionen in den Ausbau der Erneuerbaren Energien und schließlich an der Vollauslastung aller verfügbaren Kapazitäten statt an Kürzungen vorbei. Das funktioniert aber nur, wenn der temporäre Überschuss sinnvoll genutzt werden kann, zum Beispiel zur Herstellung von Wasserstoff.

    So sind in den letzten Wochen Unternehmen, die die Wasserstoffwirtschaft mitgestalten wollen, wieder auf dem Vormarsch. Dazu gehören auch Enapter (NYSE:Enapter) und Hexagon Purus (NYSE:HEX). Beide haben Großes vor, sind aber im Moment noch relativ günstig für Investoren.

    Wie sind Enapter und Hexagon Purus positioniert?
    Die Wasserstoffwirtschaft bietet vielfältige Möglichkeiten, von der Produktion durch Elektrolyse oder andere Verfahren bis hin zur Speicherung und Verteilung für den Einsatz in chemischen Prozessen oder Brennstoffzellen.

    Enapter ist auf Elektrolysesysteme spezialisiert und Hexagon Purus auf die Herstellung von Druckbehältern. Hier haben wir es mit zwei komplementären Akteuren zu tun.

    Das Besondere an Enapter ist das außergewöhnlich kompakte Format seiner Geräte. Wie Netzwerkserver sind sie in Schaltschränken untergebracht, wo sie gestapelt, miteinander verbunden und passend dimensioniert werden können. Das vereinfacht das Handling sowohl in der Produktion als auch beim Kunden vor Ort erheblich. Nachdem derzeit in Pisa die Serienproduktion der sogenannten AES-Elektrolyseure hochgefahren wird, soll ab 2023 im münsterländischen Saerbeek die Massenproduktion anlaufen.

    Das Besondere an Hexagon Purus ist der klare Fokus auf Wasserstoff. Während Wettbewerber Wasserstoff noch als kleines Nebengeschäft nutzen, setzen die Norweger alles auf eine Karte. Sie sind immer die erste Wahl für relevante Projekte, wie die Liste namhafter Kunden zeigt. Die Systeme werden derzeit vor allem für den Verteilerverkehr und stationäre Anwendungen wie Tankstellen nachgefragt. Aber auch Busse, Lkw und Bahnen werden zu immer wichtigeren Kunden.

    Bewertung der Aktien von Enapter und Hexagon Purus
    Es ist leicht vorstellbar, dass die Märkte, die die beiden adressieren, in wenigen Jahren jeweils viele Milliarden Euro betragen könnten. Dagegen sind die Umsätze derzeit noch winzig. Enapter machte 2021 8 Millionen Euro und Hexagon Purus 677 Millionen Euro (70 Millionen Euro), wenn die Wystrach-Akquisition vollständig hinzugerechnet wird.

    Daher haben beide eine Menge Wachstumsinvestitionen vor sich mit der Anhäufung von Verlusten. Nur wenn es ihnen gelingt, ihr Volumen über eine bestimmte Schwelle zu steigern und gleichzeitig eine hohe Bruttomarge aufrechtzuerhalten, werden sie die Gewinnschwelle erreichen. Genau das ist der Plan. Beide erwarten ein explosives Wachstum über mehrere Jahre.

    So könnten sie innerhalb eines Jahrzehnts zu milliardenschweren Unternehmen (in Euro) werden. Aber sie werden es tun müssen, wenn sie die aktuelle Marktkapitalisierung von Enapter von 555 Millionen Euro und die von Hexagon Purus von 907 Millionen Euro rechtfertigen wollen. Denn neben Chancen müssen wir als Anleger auch Risiken berücksichtigen. Und sie sind in diesem hochdynamischen Umfeld von Bedeutung.

    Warum Sie sich auf Hexagon Purus verlassen sollten
    Hexagon Purus hat jedoch eine Reihe von Vorteilen. Seine Technologie ist erprobt und von der Industrie anerkannt. Die Zahl der gleichberechtigten Konkurrenten ist überschaubar. Auch Druckbehälter werden in einem breiten Anwendungsspektrum eingesetzt, sodass ein Unternehmen mit tiefem System-Know-how immer wieder neue Märkte erschließen kann. Ich bin mir also sicher, dass die in Deutschland stark vertretenen Norweger zu den Gewinnern gehören werden, solange die Wasserstoffwirtschaft hält, was sie verspricht.
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